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23.05.2018, 13:35 Uhr
Kurt Wiegel und Michael Ruhl beim THW Alsfeld: Pumpe Herzstück des Ortsverbandes – Besuch in der neuen Unterkunft im Dirsröder Feld
ALSFELD. Bei großen Unglücken, Überschwemmungen und bei Großbränden werden sie eingesetzt: Die Helferinnen und Helfer des Technischen Hilfswerkes (THW). Beim Besuch des Landtagsabgeordneten Kurt Wiegel (Lauterbach) und des CDU-Landtagskandidaten Michael Ruhl (Herbstein) in der neuen Unterkunft des THW in Alsfeld im „Dirsröder Feld“ machte Ortsbeauftragter Jochen Weppler klar, dass die Einheiten der Bundesanstalt bei Katastrophen und „Großschadenlagen“ eingesetzt werden, nicht jedoch bei überschaubaren Unglücken. „Bei den jüngsten Starkregen-Ereignissen im Vogelsberg haben die örtlichen Feuerwehren – auch mit Hilfe von Nachbarwehren – ganz hervorragend gearbeitet“, resümiert Weppler im Beisein des Führungsteams des Ortsverbandes. Man unterstütze aber gerne die Feuerwehr, um ihr bei der Brandbekämpfung „den Rücken freizuhalten“, etwa mit Beleuchtung, Verpflegung oder mit Großpumpen.
Informierten Landtagsabgeordneten Kurt Wiegel (2.v.l.) und CDU-Landtagskandidaten Michael Ruhl (23.v.l.) über die Arbeit des Alsfelder THW: Helfersprecher Friedrich Stoll, Zugführer Ingo Sauer, Vize-Ortsbeauftragter Steffen Zulauf (von rechts) und Ortsbea
Diese großen Pumpen der „Fachgruppe Wasser“ mit einer Förderleistung von 5000 Litern Wasser pro Minute seien die Besonderheit des Alsfelder Ortsverbandes des THW, erläutert Weppler, der auch Kreisbeauftragter des THW für den Vogelsbergkreis ist. Im anderen Vogelsberger Ortsverband in Lauterbach sei die „Fachgruppe Beleuchtung“, die vor zehn Jahren beim ICE-Unglück im Landrückentunnel bei Fulda einen großen Einsatz hatte. Ihren bislang bekanntesten Einsatz hatte die Alsfelder „Fachgruppe Wasser“ daheim beim Brand auf dem Bücking-Gelände vor fünf Jahren, wo mit Unterstützung anderer hessischer THW-Wasser-Einheiten mit großen Pumpen und „F-Schläuchen“ das Löschwasser aus der Schwalm gepumpt wurde, wie Zugführer Ingo Sauer den Gästen schilderte. Nach dem Zusammenbrechen der Wasserversorgung wurde das THW alarmiert und stellte mit seinem Großgerät die Löschwasserversorgung in ausreichender Menge für die Feuerwehrpumpen wieder sicher. Die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren sei gut und professionell. Jeder kenne seine Aufgaben und Möglichkeiten, unterstrich Weppler. Der Vorsitzende des Vogelsberger Kreisfeuerwehrbandes und Kreisbrandinspektor Dr. Sven Holland wisse genau, wo und wie man das THW einsetze könne, da dieser vor einigen Jahren seine mehrjährige Ausbildung im Katastrophenschutz beim THW absolvierte, betont der THW-Chef. Zu den überregionalen Einsätzen gehörten mehrmals Alarmierungen in die Überschwemmungsgebiete an Oder und der Elbe. Dort habe man effektiv mit Pumpen, Schläuchen und Sandsäcken helfen können, stellt der stellvertretende Ortsbeauftragte Steffen Zulauf heraus. „Aber was nützen die tollsten Maschinen, wenn man keine Helfer hat“, betonte Zulauf und unterstrich, dass man gerne Nachwuchs in die Helferschaft oder die THW-Jugend aufnehme. Zu der vor zwei Jahren eingeweihten Unterkunft kam es auch durch einen größeren Schaden. Das damalige THW-Gebäude „In der Au“ ist selbst überflutet worden und stellte sich als baufällig heraus. So musste mit viel Engagement bei der THW-Spitze und im Bundesinnenministerium für das Projekt geworben werden, erinnert sich der Ortsbeauftragte. Jetzt sei eine zeitgemäße Unterkunft für die Helferinnen und Helfer sowie das hochwertige Gerat mit Groß-Pumpen, Hochleistungs-Notstromaggregat und geländegängigen Lkw vorhanden. Auch für die Kameradschaft der aktiven und ehemaligen Helfer fand sich Raum für regelmäßige Treffen, freut sich THW-Helfersprecher Friedrich Stoll. Kurt Wiegel, der immer wieder die beiden THW-Einheiten im Vogelsberg, die Feuerwehren und andere Hilfsorganisationen im Katastrophenschutz unterstützt, lobte die ausschließlich ehrenamtliche Helferschaft am Standort Alsfeld für ihre Aktivitäten. Ihm selbst sei es als Landwirt und mangels Feuerwehr in seinem Heimatort Rimlos eher nicht möglich gewesen, sich im Brand- oder Katastrophenschutz zu betätigen, räumte Wiegel ein. Da er im Herbst nicht mehr für den Landtag kandidiere, freue er sich umso mehr, dass Michael Ruhl, der sich für die CDU seine Nachfolge bewerbe, seit vielen Jahren aktiver Feuerwehrmann in Herbstein sei. Ruhl verstehe aus eigenem Erleben etwas von den Freizeiteinschränkungen, harter Arbeit, aber auch von Kameradschaft und eben auch Erfolgen beim Helfen.
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