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07.06.2018, 10:58 Uhr
Wiegel und Ruhl beim Bodenmanagement-Amt in Lauterbach: Neues Gebäude soll Aufgabenzuwachs und Bürgernähe gerecht werden – Bedeutende Vogelsberger Behörde
VOGELSBERGKREIS. Mit Spannung verfolgt die Lauterbacher Außenstelle des Amtes für Bodenmanagement die Entwicklungen um das neue Finanzamt am alten Südbahnhof. Denn, wenn die neue zentrale hessische Grunderwerbssteuerstelle an dem vorgesehenen Areal in unmittelbarer Nähe zum jetzigen Behördenstandort in der Adolf-Spieß-Straße errichtet wird, plant das Bodenmanagement mit dabei zu sein und wird dann in etwa drei Jahren dorthin umziehen. Dies wurde dem Vogelsberger Wahlkreisabgeordneten im Hessischen Landtag, Kurt Wiegel, und dem CDU-Landtagskandidaten Michael Ruhl (Herbstein) von der Leiterin des Amtes für Bodenmanagement (AfB) in Fulda, Barbara Bachner, bei ihrem Besuch mitgeteilt. Die Außenstelle Lauterbach sei für das Amt, das die Landkreise Fulda und Vogelsberg betreut, sehr bedeutsam.
Erläuterten Kurt Wiegel (2.v.l.) und Michael Ruhl (3.v.l.) die Bedeutung des Vogelsberger Amtes für Bodenmanagement: Behördenleiterin Barbara Bachner, Gerhard Nüchter, Timo Karl, Wolfgang Keil und Hanfried Böttner (von links)
Dies unterstreiche auch der geplante Einzug in den Neubau, der das zukünftige Arbeiten an der Außenstelle sichere, so Bachner. Vor gut zehn Jahren wurde eine Außenstelle des Fuldaer Amtes in Alsfeld im Zuge der Standortstrukturreform der Verwaltung geschlossen. Durch die räumlich voll ausgelastete Fuldaer Hauptstelle in der Washington-Alle, die nicht mehr zeitgemäße Unterbringung in zwei Gebäuden in der Adolf-Spieß-Straße sowie die wachsenden Aufgaben der früher einmal „Katasteramt“ genannten Dienststelle der „Hessischen Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation“ sei Veränderung geboten, erläuterte die Behördenleiterin den beiden Gästen. Die Diplom-Ingenieurin stellte den Erläuterungen aus der Arbeit der drei Abteilungen des Amtes voran, dass die Dienststelle digitale Geobasisdaten als Grunddaten liefere, aus denen Bürger, Gemeinden, Landkreise und andere Behörden ihren eigenen Nutzen ziehen könnten. Schon Ende Juni werde das Geoportal Vogelsberg zusammen mit dem Vogelsbergkreis, dessen Städte und Gemeinden sowie dem Amt für Bodenmanagement freigeschaltet. In diesem Geoportal, so berichtete Wolfgang Keil von der Abteilung Geoinformation/Zentrale Dienste, stehen den Bürgern verschiedene Geodaten, also Daten mit Raumbezug, wie etwa gemeindliche Bebauungspläne, Gewerbeflächen oder Standorte von Schul- und Sportstätten zur Einsicht zur Verfügung. Ein weiterer Tätigkeitsbereich der Abteilung ist die Immobilienwertermittlung mit ihrem Angebot für die Bürger, wie dem Grundstücksmarktbericht oder den Mietwert- und Immobilienrechner. Hanfried Böttner und Timo Karl erläuterten aktuelle Projekte der Flurbereinigung, einer klassischen Aufgabe des Bodenmanagements. So seien die Vorbereitungen für die Flurbereinigung im Zuge des Neubaus der Ortsumgehung B 254 Lauterbach/Wartenberg voll im Gange. In Wartenberg etwa würde man schon seit vielen Jahren auf eine Flurneuordnung wegen des Baues der Ortsumfahrung warten. Daher warte man gespannt auf den Abschluss des Planfeststellungsverfahrens, um die Flurbereinigung einzuleiten. Bezogen auf die Flurbereinigung, die derzeit beim Bau der Bundeautobahn A 49 im Bereich Homberg (Ohm) durchgeführt werde, machte Abteilungsleiter Böttner klar, dass die Bereitstellung der Flächen für den Autobahnbau über das Amt für Bodenmanagement abgewickelt werde. Vor der Verfahrenseinleitung erfolgte dies durch die Hessische Landgesellschaft (HLG) bzw. früher durch die Straßenbauverwaltung selbst. Die Vermessung sowie die Erhebung und Qualifizierung daraus gewonnener Daten stellte Gerhard Nüchter von der Abteilung „Geobasis Vermessung“ heraus. Der Nutzen sei für die Bürger etwa in den aktuellen Daten des Liegenschaftskatasters oder auch in der Datenübermittlung an Kartenhersteller für Navigationssysteme messbar. Polizei und Rettungsleistellen würden mit aktuellen Geobasisdaten versorgt, so dass es bei Notfällen zu keinen Verzögerungen bei der Anfahrt komme, unterstrich Nüchter. Derzeit würden einzelne Angaben des Liegenschaftskatasters auf Genauigkeit überprüft, da die Kommunen für gemeindliche Abgaben oder etwa die neu zu bemessende Grundsteuer exakte Daten für die Steuererhebung benötigten. Landtagsabgeordneter Wiegel zeigte sich beeindruckt von der Aufgabenfülle des Amtes, die selbst ihm als Landwirt nicht immer bewusst sei. Dass zu einem geordneten Staatswesen auch eine Katasterverwaltung gehöre, sei einem spätestens nach den Berichten aus Griechenland über das Fehlen von Eigentumsdaten und Grundstücksgrenzen klargeworden. Michael Ruhl, der sich um die Nachfolge von Kurt Wiegel für den Landtag bewirbt, lobte das Engagement der Behördenvertreter bei der Weiterentwicklung des Amtes und die gelebte Bürgernähe. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur zeigte sich zuversichtlich, dass die Vogelsberger Außenstelle in Lauterbach dauerhaft erhalten bleibe und ihre bedeutende Rolle in der kommenden neuen Unterkunft zusammen mit dem hessischen Zentral-Finanzamt für Grundsteuer ausbauen könne.

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