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20.08.2018, 10:49 Uhr
Michael Ruhl (CDU): Trinkwasserlieferungen nach Frankfurt mit Zweileitungssystem nach Vorbild Florstadts reduzierbar - Treffen in Florstadt mit Frankfurter, Vogelsberger und Wetterauer Politikern
VOGELSBERGKREIS/FLORSTADT. Wie kann der Verbrauch guten Vogelsberger Trinkwassers nach Frankfurt gesenkt werden? Dieser Frage gingen auf Einladung des CDU-Landtagsdirektkandidaten für den Vogelsberg und die Stadt Laubach, Michael Ruhl (Herbstein), drei CDU-Landtagsabgeordnete in der Wetteraugemeinde Florstadt auf den Grund. Dort gibt es in einem Neubaugebiet eine zweigeteilte Wasserversorgung mit verschiedenen Leitungssystemen: Trinkwasser und Brauchwasser. Bürgermeister Herbert Unger (SPD) erläuterte dem wohnungsbaupolitischen Sprecher der hessischen CDU-Landtagsfraktion Ulrich Caspar (Frankfurt) sowie den beiden Umweltpolitikern Klaus Dietz (Bad Nauheim) und Kurt Wiegel (Lauterbach) das getrennte System. Michael Ruhl setzte damit den „Stadt-Land-Dialog konkret“ zwischen Vogelsberg und Frankfurt nach den „Herchenhainer Gesprächen“ vom Mai dieses Jahres fort.
Das Zweileitungssystem in Florstadt an der Abgabestelle für die Landwirtschaft erläuterten den CDU Politikern (v. l.) Ulrich Caspar, Kurt Wiegel, Michael Ruhl und Klaus Dietz, Bürgermeister Herbert Unger (3.v.l.) sowie Umweltberater Alfred Schlosser (re.)
Während das Trinkwasser in bester Qualität hauptsächlich von den Oberhessischen Versorgungsbetrieben (OVAG) nach den Regeln der Trinkwasserverordnung stamme, werde das Brauchwasser aus Brunnen gewonnen, die eben nicht die strengen Anforderungen der Verordnung genügten. Und sei es nur, dass im engeren Einzugsgebiet des Brunnens Wohnbebauung vorhanden sei. Bürgermeister Unger betonte, dass in den Häusern das Brauchwasser, das in der Zusammensetzung durchaus Trinkwasser sein könnte, für Toilettenspülungen, aber auch für die Gartenbewässerung genutzt werde. Letztlich entscheide dies aber der Anschlussnehmer. Finanziell sei das Brauchwasser mit 0,84 Euro billiger als das Trinkwasser mit 1,45 Euro pro Kubikmeter. Für die Gartenbewässerung könnten auf Wunsch für das im Ergebnis versickernde Brauchwasser auch noch Gartenwasserzähler gesetzt werden, wofür auch keine Abwassergebühren fällig würden. Für die Hauseigentümer würde sich das getrennte Trink-/ Brauchwassersystem finanziell rechnen, unterstrich das Stadtoberhaupt. Besonderer Dank gelte in diesem Zusammenhang Dr. Hans Otto Wack (Schotten), der den Anstoß für das Zweileitungsnetz gegeben und die konkrete Umsetzung in Florstadt betreut hat. Wack erläuterte seinerseits von der wissenschaftlichen Seite die ökologische Sinnhaftigkeit einer Weiternutzung von Brunnen, die für die Trinkwassergewinnung nicht weiter verwendet werden dürften. Auch beleuchtete er einige betriebswirtschaftliche Kenngrößen, was ein Zweileitungssystem gerade in Neubaugebieten interessant mache. Mit dem Brauchwasser, von dem regelmäßig Proben genommen würden, versorgten Landwirte aktuell ihre Tiere, wie den CDU-Politikern an einer der Abgabestellen an der Straße gezeigt wurde. Für die großen Wasserlieferungen aus dem Vogelsberg nach Frankfurt würden Zweileitungssysteme mit getrenntem Trinkwasser und Brauchwasser spürbare Reduzierungen bringen, prognostiziert Landtagskandidat Michael Ruhl. Insbesondere könnten die Toilettenspülungen in Frankfurt in Neubaugebieten auf Brauchwasser, das man aus stillgelegten Frankfurter Brunnen, die nicht mehr der Trinkwasserverordnung entsprächen, eingerichtet werden. Das zu Recht von vielen kritisierte Gießen der Frankfurt Bäume in diesem „Sahara-Sommer“ könnte zukünftig mit eigenem Frankfurter Brauchwasser „unbeschwert“ erfolgen. Ulrich Caspar, Frankfurter Wohnungsbau- und Immobilienexperte, zeigte sich nach anfänglicher Skepsis von dem in Florstadt begangenen Weg durchaus angetan und will sich ebenso wie seine Landtagskollegen Klaus Dietz und Kurt Wiegel für den Bau solcher Zweileitungssysteme stark machen.

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